Neuigkeiten/Presse

27.10.2016, 14:28 Uhr

Styroporentsorgung: Unternehmer nicht im Regen stehen lassen

Das Inkrafttreten einer EU-Vorschrift am 1. Oktober hatte insbesondere Handwerksbetriebe wie Dachbecker, Maler und Stuckateure vor große Probleme bei der Entsorgung ihres nunmehr als Sondermüll geltenden Styropors gestellt. Müllverbrennungsanlagen als auch Entsorgungsunternehmen hatten sich entweder geweigert, den Sondermüll in reinen Chargen anzunehmen, oder aber horrende Preise dafür aufgerufen.

Auf Initiative der CDU-Kreistagsfraktion befasst sich der Umweltausschuss des Kreises Mettmann in seiner nächsten Sitzung mit dem Thema. „Der Kreis Mettmann kann hier, als die für die Abfallentsorgung zuständige Behörde, sicherlich eine zentrale Rolle bei der Unterstützung der betroffenen Betriebe spielen“, so Klaus-Dieter Völker, Vorsitzender der CDU-Kreistagsfraktion. Der Mitte Oktober im Landesumweltministerium zwischen den Beteiligten gefundene Pseudo-Kompromiss, wonach Handwerksbetriebe nun doch übergangsweise ihre Styroporabfälle gesondert direkt zu den Müllverbrennungsanlagen bringen dürfen, löst das Problem aus Sicht der CDU-Fraktion nicht, zumal viele Handwerker gar nicht berechtigt sind, Sondermüll zu transportieren. „Das ganze Durcheinander wird noch durch  die Tatsache getoppt, dass dieser Sondermüll nicht separat verbrannt werden darf sondern wieder mit anderen Abfällen gemischt werden muss“, erläutert der Fraktionschef. „Wir müssen dringend wissen, wie den betroffenen Unternehmern geholfen werden kann und  wie man im Lichte der neuen Gesetze wieder zu geordneten Verhältnissen kommen kann.“.

Was den Vorsitzenden an der ganzen Misere am meisten ärgert ist die Tatsache, dass von Seiten des Landes mal wieder nur reagiert werde. „Eine solche Verordnung fällt doch nicht vom Himmel! Bereits im Vorfeld hätten sich die Verantwortlichen eine „Marschroute“ überlegen müssen, wie die neuen Auflagen wirtschafts- und umweltfreundlich hätten umgesetzt werden können. Stattdessen bringt man die Unternehmen in die Bredouille, Aufträge nicht abarbeiten zu können, da nicht klar ist, welche Entsorgungsmöglichkeiten es gibt und welche Preisentwicklungen sich abzeichnen“, so Völker abschließend.

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