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07.05.2018, 16:44 Uhr

Optimismus an der Trasse

Peter Beyer traf sich mit dem Konzernbevollmächtigten der Bahn, Werner Lübberink, und machte sich für die Ratinger Themen an der Güterstrecke 2324 stark.

An der Güterbahnstrecke 2324 herrscht nach wie vor große Sorge über den zunehmenden Güterverkehr und dessen Sicherheit, informierte der Bundestagsabgeordnete Peter Beyer (CDU) den Konzernbevollmächtigten der Deutschen Bahn AG für das Land Nordrhein-Westfalen, Werner Lübberink. Themen des Gesprächs waren die Lärmschutzwand Felderhof II, die Kreuzun

Themen des Gesprächs waren die Lärmschutzwand Felderhof II, die Kreuzungsfreiheit am Bahnübergang Kalkumerstraße in Ratingen-Lintorf sowie der grundsätzliche Lärmschutz und die Sicherheit entlang der Trasse, die Ratingen durchschneidet.

Nach dem Zugunglück im Dezember 2017 in Meerbusch war es Beyer ein Anliegen, bei der Bahn nach zu fragen, wie es um die Sicherheit auf den Güterstrecken in seinem Wahlkreis steht. Auch der Verkehrsclub Deutschland habe in der Vergangenheit immer an der Güterstrecke 2324 vor dem Gefahrenpotenzial, das vom Ladegut der Züge ausgehe, gewarnt, so der Christdemokrat. Beyer machte sich in dem Gespräch mit der Bahn für eine Initiative stark, die gemeinsam mit den lokalen Feuerwehren, Rettungsdiensten und anderen Hilfsorganisationen ein ganzheitliches Konzept entwickeln soll, um die größtmögliche Sicherheit für die Anwohner zu gewährleisten. Das Rettungskonzept sollte beispielsweise die Zuwegung entlang der Strecke regeln, so Beyer.

Als Startschuss für den Bau der Unterführung in Lintorf nannte die Bahn unter Vorbehalt das Jahr 2020. Man habe die „Sperrpause“, die Sperrung der Zugstrecke, bereits angemeldet und warte nur noch auf die endgültige Genehmigung, so der Konzernbevollmächtige Lübberink. In Sachen Lärmschutzwand Felderhof II sei man mit der Stadt Ratingen auf einem guten Weg zu einer Einigung, so die Bahn.

In Sachen Lärmschutz an der Strecke konnte Beyer ein positives Signal aus dem Gespräch mitnehmen: Bisher habe es geheißen, dass an dem Ratinger Teilstück der Trasse 2324 die Lärmschutzmaßnahmen ausgeschöpft seien. Eine Neubewertung des Schienenlärms im Rahmen der Überarbeitung des Gesamtkonzeptes des freiwilligen Lärmsanierungsprogramms des Bundes könnte dies nun ändern, so die Hoffnung Beyers, der dem Ergebnis Ende des Jahres entgegen schaut, um die Ansprüche geltend zu machen. „Das ist Rückenwind im Kampf gegen den Bahnlärm“, sagte Beyer.

Darüber hinaus setzt er für Ratingen auf das Lärmmonitoring, welches im neuen Koalitionsvertrag der Bundesregierung vereinbart wurde. Die Einrichtung weiterer Lärmmessstationen sei ein wichtiges Signal, das zeige, dass das Engagement von Bürgerinitiativen und Politik konkret Fortschritte bringe. Beyer begrüßt auch die angestrebte Neuregelung für eine frühzeitige Bürgerbeteiligung bei Infrastrukturprojekten und die Schaffung eines Verfahrens, mit dem der Bundestag automatisch über das Ergebnis der Bürgerbeteiligung informiert werde. So soll der Gesetzgeber zukünftig selbst über Lärmschutzmaßnahmen, auch über das gesetzliche Maß hinaus, entscheiden können.