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04.05.2018, 16:47 Uhr

Instandsetzung der L239 durch das Schwarzbachtal von Ratingen nach Mettmann-Metzkausen kommt wieder voran

Es kommt Bewegung in die Sanierung der L239 von Ratingen nach Mettmann-Metzkausen. Die Aufnahme des Planfeststellungsverfahrens befindet sich in den letzten Zügen und soll noch in diesem Jahr beginnen. Unmittelbar nach der Landtagswahl im vergangenen Jahr hatten die beiden für Mettmann zuständigen Landtagsabgeordneten Dr. Christian Untrieser und Martin Sträßer den neuen Verkehrsminister eingeladen, sich den noch nicht sanierten Teil der L239 vor Ort anzuschauen. Der Minister war der Einladung gefolgt und hatte Hilfe zugesagt.

Sträßer: „Wir haben zunächst in weiteren Gesprächen mit dem Ministerium und dem Landesbetrieb Straßen NRW prüfen lassen, ob eine schnelle Lösung im Rahmen des Straßenunterhaltungsprogramms möglich ist. Eine gründliche Lösung bedarf aber eines vorgelagerten Planfeststellungsverfahrens. Wir appellieren schon jetzt an alle Beteiligten und Betroffenen, dazu beizutragen, dass dieses zügig durchgeführt werden kann. Umso schneller kann anschließend mit den Sanierungsmaßnahmen begonnen werden.“

Durch die Verbreiterung der Fahrbahn soll es künftig zwei Linienbussen ermöglicht werden, sich verkehrssicher passieren können. Insgesamt sollen so im Begegnungsverkehr weniger verlangsamende oder lähmende Verkehrssituationen entstehen, wie es im Moment etwa an der Buschmühle noch der Fall ist. Zusätzlich ist geplant, die Sicherheit auf der Strecke durch eine 1,5 Meter breiten Notgehweg neben der Straße zu erhöhen.

Dr. Christian Untrieser: „Ich möchte noch einmal daran erinnern, dass Anfang 2010 unter dem damaligen Verkehrsminister Lutz Lienenkämper (CDU) ein Ausbau im unteren Verlauf der L239 bereits auf den Weg gebracht wurde. Nach der Regierungsübernahme von Rot-Grün wurde das Vorhaben aber gestoppt und auf die lange Bank geschoben.“

Die Abgeordneten haben aber bereits jetzt auch die Auswirkungen einer Sanierung der L239 und des dann zunehmenden Verkehrs auf den Ortsteil Metzkausen und die Kreuzung mit der B7 im Blick.

Sträßer: „Auch hier sind wir bereits mit dem Bürgerverein Metzkausen, der Stadt Mettmann und dem Kreis Mettmann im Gespräch. Wir wollen die Zeit nutzen, um auch hier zu befriedigenden Lösungen zu kommen.“

Hintergrund:

Der Zustand bzw. die Verkehrsbelastungen und -beeinträchtigungen auf der L 239 sind seit vielen Jahren Gegenstand intensiver Diskussionen in Bürgerschaft und Politik. Ziel war es, im gesamten ersten und zweiten Abschnitt eine Verbreiterung der Straße auf 6 m zu erreichen, so dass der Begegnungsverkehr weitgehend unproblematisch wird.

Ein Neubau der gesamten Strecke auf einer gesonderten Trasse wurde seitens des Landesbetriebes Straßen.NRW nach entsprechenden Gerichtsentscheidungen im Jahr 2013 durch die damalige Rot-Grüne Landesregierung bis auf Weiteres ausgeschlossen. Der Kreis Mettmann hatte zwischenzeitlich erwogen, die Ertüchtigung der Landestraße zu übernehmen, diese Absicht dann aber mangels sicherer Planungsgrundlagen aufgeben müssen.